MIt Werken in unserer Ausstellung „BERLIN BASED“ ab 15.4.2017.

JENS LÜSTRAETEN | I CAN SEE CLEARLY NOW

Inaugural Exhibition – Screening Room

JENS LÜSTRAETEN - TILL RICHTER MUSEUM

Das Till Richter Museum freut sich, Jens Lüstraeten (*1973, lebt und arbeitet in Berlin) als ersten Künstler im Screening Room zu präsentieren. Zusätzlich zur Arbeit „I can see clearly now“, zeigen wir Lüstraetens Multimedia-Installation „Kingdom Come“.

 In „I can see clearly now“ (2014) geht es um die medialen Verstrickungen und das Gefühl der Unsicherheit in Zusammenhang mit dem bis heute rätselhaften Verschwinden des Fluges MH370. Auf der Suche nach einer Antwort (ganz zu schweigen von der Suche nach dem Flugzeug), inszeniert Jens Lüstraeten aus im Wald umherirrenden Bildern und sich überlagernden Stimmen ein absurdes Medientheater, welches sich „mittels der Schichtung und Doppelung des Gesagten selbst dekonstruiert und enttarnt, bis es zum Schluss in einer Welle des ‚Durcheinanderredens‘ implodiert“ (Zitat: Jens Lüstraeten).

 „Kingdom Come“ nimmt Bezug auf die sozialen Ausschreitungen in London im Jahr 2011 sowie die fiktiven Entwicklungen der Orte im Stadtgürtel entlang der Autobahn M25, die der britische Autor J.G. Ballard in seinem dystopischen Roman Kingdom Come beschreibt.

Der Videoteil der Arbeit wird auf einem Flatscreen TV gezeigt, eben der Art von Gerät, das auch auf den daneben ausgestellten, trophäenähnlichen Fotos abgebildet ist und das zu den meistgeplünderten Artikeln bei den Ausschreitungen gehörte. Das Video selbst widmet sich der ersten als Oval angelegten Autorennstrecke der Welt, die heute zerfällt und Teil einer Landschaft von Superstores, Parkplätzen und Mercedes-Benz Vertretungen geworden ist.

Es stellen sich Fragen zum Thema gesellschaftlicher Werteverschiebung, Gewalt und medialer Darstellung in Bildern, die zugleich bedrücken und faszinieren.

The Till Richter Museum is pleased to present Jens Lüstraeten (*1973, lives and works in Berlin) as the first artist in its new Screening Room. In addition to the work I Can See Clearly Now in the Screening Room, we will present his multi-media installation Kingdom Come.

In I Can See Clearly Now the artist deals with the media entanglement and the feeling of uncertainty following the still mysterious disappearance of Flight MH370. Searching for an answer (let alone the airplane) Jens Lüstraeten directs an absurd media theater with the camera erring around between trees and overlapping voices. Finally, as a consequence of the layering and doubling of what is said, the theater deconstructs and reveals itself, until the absurdity implodes in a wave of muddled talk.

Kingdom Come treats the London riots of 2011 as well as the fictitious developments of townships along the beltway described by J.G.Ballard in his eponymous, dystopian novel.

The video part of the work is displayed on a flatscreen TV alongside trophee-like photos of just that kind of appliance, which notably was among the most looted things during the riots. The video itself is about world’s first oval race track, now in decay and becoming part of a landscape of super stores, parking lots and Mercedes-Benz dealerships.

Images that are at once uneasy and fascinating trigger questions regarding a change in social values, violence and media representation.

Für mehr Information / for more information – Website Jens Lüstraeten