Liebe Kunstinteressierte,

das Till Richter Museum bleibt bis April 2021 geschlossen. Mehr Infos finden sie auf dieser Seite.

Der Zutritt zum Gelände und zum Haus ist bis zur Wiedereröffnung nicht gestattet. Bitte respektieren Sie unsere Privatsphäre, denn wir leben und arbeiten in diesem Haus.

Liebe Museums- und Kunstfreunde,
Dear Museum and Art Friends,

Der Wunsch der Venedig Biennale 2019 wurde erfüllt: Wir leben in interessanten Zeiten.

Endlich finde ich Zeit und Muße, Ihnen ein persönliches Update zu geben, was im Till Richter Museum im Jahr 2020 und darüber hinaus passiert.

Glücklicherweise ist das gesamte Team des Museums wohlauf. Wir hatten in Betracht gezogen, das Museum mit reduzierten Ausstellungen und Besuch nur nach Voranmeldung trotz Corona zu öffnen.

Allerdings, nach eingehender Überlegung und Abwägung von Kosten, Nutzen und Risiken aller Involvierten, haben wir uns entschieden 2020 ein Sabbatical einzulegen, um, hoffentlich, im Jahr 2021 wieder so etwas wie einen Normalzustand zu erreichen. Die Auflagen für Museen sind unsinnigerweise strenger und kostspieliger als die für den Einzelhandel, unsere Personalaufstellung ist zu dünn, um die Gesundheit auch nur einer Person des Teams zu riskieren, und ich selbst muss noch meine elegante Maisonneuve-Fraktur heilen lassen, bevor ich wieder eine Director’s Tour geben kann.

In den vergangenen sieben Jahren haben wir im Durchschnitt zehn Ausstellungen mit circa 15 bis 20 Künstler/innen jedes Jahr gezeigt. Wir freuen uns diesen Anspruch ab 2021 wieder zu erfüllen und haben bereits wunderbare Ausstellungen mit fantastischen Künstler/innen für das ganze Jahr geplant.

Da das Till Richter Museum ein sehr persönliches Projekt ist, erlauben Sie mir einige persönliche Gründe für unsere restorative Pause 2020 mit Ihnen zu teilen.

Zuerst ist im Januar meine Mutter, ohne deren Hilfe und Vision dieses ganze Projekt niemals auch nur angefangen hätte, nach dreieinhalb Jahren im Koma, verstorben. Zudem habe ich in den vergangenen 10 Monaten auch noch vier liebe Freunde verloren – zwei Künstler und zwei Sammler -, Männer um die 60, die Kunst gelebt und geatmet haben – auf der Überholspur. Ich selbst habe die 60-Stunden-Woche sieben Jahre lang durchgezogen mit, in der ganzen Zeit, sieben Tage von dem, was „normale Leute“ zusammenhängenden Urlaub nennen würden. So habe ich erkannt, dass ich mich besser um die eigene Gesundheit kümmern sollte, damit ich diesen Traumjob noch möglichst lange und gut machen kann.

Es gibt auch gute Neuigkeiten: Meine langjährige Partnerin Eugenia trägt nun meinen Nachnamen, woran ich mich noch mehr gewöhnen muss als sie selbst, und wir sehen einer glücklichen Zukunft und Familie entgegen. Sie wird weiterhin im Museum als Education Director dienen; in dem Umfang, in dem ihre Stellung als Gymnasiallehrerin in unserem prekären Schulsystem es zulässt.

Ich freue mich auch zu berichten, dass wir eine richtige, von einem lokalen Schreiner massgefertigte Bibliothek für das Museum installieren konnten. Dort können nun Studenten auf Anfrage Recherche betreiben mit internationalen Kunstbüchern, Katalogen, Enzyklopädien und Standardwerken. Der Raum wird außerdem mit hochwertigem Spielzeug und Zeichenutensilien ausgestattet, damit sich ein Elternteil mit ganz kleinen Kindern kreativ zurückziehen kann, während der andere Elternteil in Ruhe das Museum besucht.

Für den Fall der Fälle, Stichwort Fraktur, bieten wir jetzt auch einen Rollstuhl an, so dass ein Besuch des Erdgeschosses bequem möglich ist, trotz eventueller, körperlicher Einschränkungen.

Noch dieses Jahr werden wir hunderte von Quadratmetern an Museumswänden renovieren, damit anfangen die eigene Sammlung zu archivieren, Prozesse und IT Installationen zu streamlinen und Projekte fertigzustellen, die dem Tempus-fugit-Faktor zum Opfer gefallen sind. Außerdem tut es dem Haus gut, mal eine gute Durchsicht zu bekommen.

Für das Jahr 2021 planen wir Ausstellungen mit Jay Shinn (USA), Gerhard Mantz (GER), Nino Comba (ITA/FRA) und Massimo Capodieci (ITA/FRA), Jens Haussmann (GER) und Isabel Borges (BRA), Saskia Boelsums (HOL), Julius Weiland (GER), sowie Wolfhard Richter (GER) und anderen.

Wir bedanken uns ganz herzlich, dass Sie so treue Unterstützer der Kunst und unserer Institution sind und wünschen Ihnen eine ebenso sichere wie restorative Zeit in dieser „interessanten Zeit“. Denn am Ende muss man sagen: „Kunst ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit.“ (Lyonel Feininger)

 

The wish of the Venice Biennial 2019 was granted: We do live in interesting times.

At last, I find the time to send you a personal update about what is going on at the Till Richter Museum in 2020 and beyond.

Fortunately, the entire Museum team is up and well. We did consider opening the Museum with a reduced schedule and visits by appointment only despite Corona.

However, after deeper consideration for the benefits of all involved, we decided to take a Sabbatical in 2020 in order to be, hopefully, back to normal in 2021. Our personnel cover is just too thin to risk anybody’s health and I, personally, still have a broken leg that needs healing before I can do Director’s Tours again.

In the past seven years we have shown on average ten shows every year and worked with at least 15 to 20 artists each year. We are looking forward to resuming that tight schedule in 2021. To that extent wonderful shows with fantastic artists have already been logged in for the coming year (see below).

Since the Till Richter Museum is a very personal project, allow me to share some personal reasons with you that have led me to the decision of a restorative hiatus in 2020.

First of all, in January, my mother, without whom this entire project could not even have started, passed away after 3.5 years in coma. In the past 10 months I have also lost four friends, two artists and two collectors – men around the age of 60 who lived and breathed art, and at a fast pace. I, myself, have had steady 60 hour weeks for the past seven years with only seven days of what „normal people“ would consider a continuous vacation in all of seven years. Hence, taking care of my own health, so I’ll be able to do this dream job much longer, is now of concern.

There are good news as well. My long-term partner Eugenia and I finally tied the knot officially and are envisioning a bright future and family together. She will also continue to serve as Education Director at the Museum in so far as her position as a regular teacher allows.

I am happy to report that we have installed a real library as an addition to the Museum assets. Now students can do research on international art books, encyclopaedias, standard works and catalogs. The room will also be furnished with toys and drawing materials for parents who want to take a time-out with their young kids while the other parent can visit the museum.

If needed, we can now also furnish a wheelchair and an access ramp at the main entrance.

In 2020 we will renovate hundreds of square meters of museum walls, begin archiving the collection, streamline processes and IT installations, finish projects that had been put on the back burner because of the tempus fugit factor and do some general housekeeping.

For 2021 we are planning shows with Jay Shinn (USA), Gerhard Mantz (GER), Nino Comba (ITA/FRA) and Massimo Capodieci (ITA/FRA), Jens Haussmann (GER) and Isabel Borges (BRA), Saskia Boelsums (HOL), Julius Weiland (GER) and Wolfhard Richter (GER) among others.

We thank you for being such faithful patrons of the arts and of our institution and wish you a safe and equally restorative time in these interesting times. Because after all „Art is not a luxury, it is a need“ (Lyonel Feininger).

KUNSTPAUSE IN BUGGENHAGEN

von Zur Verfügung gestellt vom NDR Landesfunkhaus Mecklenburg-Vorpommern Programmbereich Fernsehen/Hörfunk

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Öffnungszeiten / Hours

Das Museum ist bis April 2021 gechlossen.

Eintrittspreise / Entry fees

regulär / regular: 10€

Director's Tour: 15€ (Eintritt / Entry fee incl.)

Studenten, Auszubildende / Students: 5€ / 7,50€

Kinder unter 10 Jahren / children under 10: free

Jahreskarte für 1 Person: 40€

Jahreskarte für 1 Person + 1 Begleitperson: 50€

 

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Bitte beachten Sie auf dem Weg zu uns die hohe Anzahl an Geschwindigkeitskontrollen.

Das Till Richter Museum befindet sich in einer sehr wildreichen Gegend. Bitte fahren Sie vorsichtig.